Der Karfreitag

Foto: Wegkreuz in Saas Fee

Am 2. April begehen wir dieses Jahr  den Karfreitag. Woher stammt denn dieses Wort?
«Kara, chara» ist althochdeutsch und bedeutet «Trauer, Wehklage». Dieser Tag steht im Zeichen des Leidens und Sterbens Christi. Er ist der höchste Feiertag für evangelische Christen. Sie betonen besonders das Sterben Jesu für uns und die daraus resultierende Erlösung aus Sünde und Schuld.

Aber für die Katholiken ist dieser Tag doch auch wichtig!
Selbstverständlich! Nicht umsonst wird er als Fasttag und im Zeichen der Trauer in Stille und Besinnlichkeit begangen und ist neben dem Aschermittwoch der zweite Fast- und Abstinenztag im Kirchenjahr.

Sehr ökumenisch klingt das aber nicht gerade!
Heute sagt die evangelische Kirche: «Protestanten betrachten den Karfreitag als ganz besonderen Feiertag. Doch Ostern, die Feier der Auferstehung Jesu, ist für sie – wie für alle Christen – das höchste Fest.» Karfreitag ohne Ostern ist nur ein Freitag und Jesus ohne die Auferstehung, ein bedauernswerter Mensch, der wie so viele von der römischen Justizmaschinerie g-e-tötet wurde. Deshalb gehören beide Tage zusammen.

Wenn der Karfreitag auch für die Katholiken so wichtig ist, warum wird denn ausgerechnet an diesem Tag keine Eucharistie gefeiert?
Die drei heiligen Tage, Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag sind liturgisch gesehen nur ein einziger Tag – und ein einziger Gottesdienst, der mit der Messe am Gründonnerstag beginnt und mit der Osternachtmesse schliesst, wobei mit dem Gründonnerstagabend schon der Karfreitag anfängt. Somit handelt es sich bei diesen drei Tage eigentlich um die längste Messe des Jahres.  

Warum spendet man am Karfreitag aber trotzdem am Schluss noch die Kommunion?
Diese Frage wird öfter diskutiert. Es gibt Gründe, keine Kommunionfeier abzuhalten, und Gründe dafür. Begründet wird die Kommunionspendung am Karfreitag damit, dass es nicht nur um Jesu Tod am Kreuz gehe, sondern um die ganze Erlösung. Zudem ermögliche dies die sakramentale Vereinigung der Gläubigen mit dem leidenden und sterbenden Christus. 

Besten Dank für die Auskunft         pam

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