Für jung und alt

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Thomas More war der Sohn eines Richters. Geboren am 7. Februar 1478 in London, gestorben am 6. Juli 1535 ebendort. 1501 schloss er sein juristisches Studium in Oxford ab.
Der erfolgreiche Rechtsanwalt wurde 1504 Parlamentsmitglied und gründete eine Familie. More machte sich einen Namen als Undersheriff (Richter) von London sowie als Rechtslehrer, weltweit besonders aber als Humanist, Satiriker und Schriftsteller.
König Heinrich VIII. förderte Mores Karriere, schlug ihn 1521 zum Ritter und liess sich von ihm bei einer Schrift gegen Luther helfen, die ihm und allen englischen Monarchen nach ihm den päpstlichen Ehrentitel «Verteidiger des Glaubens» eintrug.
1529 wurde More Lordkanzler, weil sein Vorgänger die Annullierung der Ehe des Königs nicht zuwege gebracht hatte. Als Heinrich VIII. die Lösung der englischen Kirche von Rom betrieb und von den Geistlichen seine Anerkennung als Kirchenoberhaupt verlangte, trat More aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück.
1534 verlangte das Parlament von allen Inhabern öffentlicher Ämter, die Kinder aus Heinrichs zweiter Ehe als legitime anzuerkennen. Diesen Eid verweigerte More als Mitglied des Oberhauses, weil ihn sein Gewissen an die Unauflöslichkeit der Ehe band und weil er den Zugriff des Königs auf die Rechte der Kirche als unrechtmässig ablehnte; er wurde gemeinsam mit Bischof John Fisher von Rochester eingekerkert, des Hochverrats angeklagt und zum Tode verurteilt. Am 6. Juli 1535 wurde er enthauptet.
1886 wurde er gemeinsam mit dem Märtyrerbischof John Fisher seliggesprochen, von dessen Todesdatum, am 22. Juni, der gemeinsame Gedenktag rührt. 2000 erklärte Papst Johannes Paul II. ihn zum Patron der Regierenden und der Politiker. (Bistum Augsburg)

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